Gegen 1.600 Beiträge im internationalen Wettbewerb durchgesetzt

Großer Erfolg für die Erich Kästner Schule Füssen: Mit ihrem Projekt zum Thema „Zoos und Tiergärten – Artenschutz oder Tierquälerei?“ erreichten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8/9 mit ihrer Klassenlehrerin Susanne Wengert einen hervorragenden dritten Platz. Für ihre engagierte und kreative Arbeit wurden sie mit einem Preisgeld von 1.000 Euro ausgezeichnet.

Insgesamt gingen bei dem Wettbewerb, der von der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, mehr als 1.600 Beiträge aus Deutschland, dem deutschsprachigen Ausland sowie von internationalen Deutschklassen ein.

Aufgabe war es, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und die gewonnenen Erkenntnisse in die Entwicklung eines eigenen Brettspiels einfließen zu lassen, welches eingereicht werden musste.  Die Jugendlichen diskutierten unterschiedliche Standpunkte, recherchierten zu verschiedenen Tierarten und deren Lebensbedingungen und bereiteten ihre Ergebnisse in Präsentationen auf. 

Ein besonderer Höhepunkt des Projekts war zudem ein Videogespräch mit dem Ökologen Dr. Arnulf Köhncke, ehemals Leiter des Fachbereichs Artenschutz beim WWF Deutschland, der heute unter anderem für den Bund Naturschutz tätig ist und an der Humboldt-Universität zu Berlin lehrt. Ein Besuch im Tierpark Hellabrunn lieferte schließlich zusätzliche Eindrücke und wertvolle Informationen aus erster Hand. 

Mit allen gewonnen Erkenntnissen überlegten die Schülerinnen und Schüler schließlich eine Spielidee, gestalteten das Spielbrett sowie passende Spielkarten. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das selbst entwickelte Spiel mit dem Titel „Tierisch clever – Würfel dich nach Europa!“ verbindet Wissen mit Spannung und Spaß. Auf einem Spielfeld, auf dem alle Kontinente vertreten sind, bewegen sich zwei bis zwölf Spieler über die Erdteile, beantworten Fragen zu Artenschutz, Forschung und Zooalltag und ziehen Ereignis- oder Wissenskarten. Als Spielfiguren dienen typische Tiere der jeweiligen Erdteile – etwa die Netzgiraffe für Afrika, der Felsenpinguin für die Antarktis oder der Sumatra-Orang-Utan für Asien. Gewonnen hat, wer zuerst den Zoo in Europa in der Mitte des Spielfelds erreicht. Auf spielerische Weise werden so zentrale Erkenntnisse des Projekts vermittelt.

Zu Beginn des Projekts standen viele Schülerinnen und Schüler Zoos eher kritisch gegenüber und betrachteten sie vor allem als „Geldmacherei“ auf Kosten des Tierwohls. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema, das Experteninterview und den Zoobesuch differenzierte sich diese Sichtweise jedoch und die Klasse erkannte, welche wichtige Rolle Zoos im Artenschutz, in der Forschung und in der Bildungsarbeit spielen können – auch wenn sie weiterhin Verbesserungsbedarf sehen. 

Der dritte Platz zeigt, wie engagiert und kreativ die Jugendlichen gearbeitet haben – und macht die gesamte Schulgemeinschaft stolz auf diese besondere Leistung.